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Spargel-Antipasto mit Bärlauchöl

katrinbunner

Tricolore von Spargel- Bärlauchöl und Parmaschinken, welche eine deutsch-italienische Liaison
Tricolore von Spargel- Bärlauchöl und Parmaschinken, welche eine deutsch-italienische Liaison

Er ist wieder da! Und zwar der langersehnte Spargel. 9 scheinbar endlose Monate mussten wir warten, bis die Königin der Gemüse aus heimischen Gefilden wieder vor unsere Antlitz trat. Seit letztem Wochenende nun bieten ihn die Pfälzer Bauern den weißen Spargel wieder auf dem Speyerer Wochenmarkt an und läuten kräftig zum Frühlings-Genuss!


Ein weiterer Frühjahrsbote, der geschmacklich vielleicht ein wenig polarisieren mag, jedoch allseits heiß begehrt wird, ist Freund Bärlauch. Er wächst bei uns nicht nur im Speyerer Domgarten, sondern in noch viel größeren Mengen in den Rheinauen. Ich freue mich jedesmal wie ein kleines Kind, wenn sich beim Betreten des Auenwaldes der grüne Teppich auftut und mir der sanfte Geruch des Bärlauchs um die Nase wabert. Da heißt es nur: pflücken, verarbeiten, genießen.


Bekanntlich ist es in der Küche mehr als legitim, jene Produkte zu kombinieren, die auch zur selben Zeit reifen. Und so gibt die Vermählung von Spargel und Bärlauch unseren feierlichen Auftakt in die Saison 2025.


Eine meiner liebsten Zubereitungsarten ist es, den Spargel in Stücken in der Pfanne zu braten, leicht zu karamellisieren und lauwarm zu genießen. Ich kombiniere ihn mit etwas Parmaschinken, Parmesanspänen und träufele etwas vom selbst gemachten Bärlauchöl darüber. Einfach himmlisch. Da ich in diesem Fall das Öl nicht filtriere, sondern eher wie ein dünnes Pesto belasse, ist das Gericht auch vom Aufwand her minimal. Also genau das, was wir zuhause nach einem harten Arbeitstag schätzen: top Zutaten, kleiner Aufwand, großes WOW! Das Gericht ist für 4-5 Personen als Vorspeise gedacht oder mit ein paar Scheiben geröstetem Brot auch für 2-3 Personen als vollwertiges Abendbrot ausreichend.


Habt ihr Appetit bekommen? So geht es:


Zutaten für 3-4 Personen:

Für das Bärlauchöl

1 Bund Bärlauch (ca. 30 Blatt)

ca.180 ml bestes Olivenöl

1/4 TL Salz

Etwas Pfeffer

1 Prise Chilipulver


Für den gebratenen Spargel:

1 kg weißer Spargel

2 EL Olivenöl

1 EL Butter

1 TL Rohrohzucker oder alternative Süße, z.B. 1 EL Agavendicksaft

Salz, Pfeffer


Topping:

Ca. 30 g Parmesan

4 Scheiben Parmaschinken

Etwas frisch geriebene Schale einer Bio-Zitrone

Frisch gemahlener Pfeffer (mein Favorit ist hier Red Kampot)


Zubereitung:

Für das Kräuteröl die Stängel des Bärlauches etwas kürzen und dann die Blätter in grobe Stücke schneiden. Zusammen mit dem Öl und den Gewürzen in (oder mit) einem leistungsstarken Mixer fein pürieren. Abschmecken, am besten in eine (Spritz-)flasche füllen und bei Seite stellen.


Den Spargel schälen und in 4-5 cm lange Stücke schneiden. Das Öl in einer Pfanne erhitzen, den Spargel zugeben, salzen und bei 3/4 Hitze ca. 10-12 min braten. Er sollte noch ein wenig Biss haben. Ein paar Minuten vor Ende der Garzeit den Zucker zugeben und den Spargel karamellisieren. Die Butter zugeben und kurz aufschäumen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Den gebratenen Spargel auf einer Servierplatte oder auf separaten Tellern anrichten. Etwas geriebene Zitronenschale oben auf geben. Den Parmaschinken in grobe Stücke zupfen und auf dem Gemüse verteilen. Etwas Parmesan auf das Gericht hobeln. Nun nach Belieben Bärlauchöl darüber träufeln oder spritzen.Ich gehe ganz zum Schluss gern noch einmal mit ein wenig frisch gemahlenem Pfeffer über das Ganze.


Und oila , fertig ist der Hochgenuss.


Hinweis zum Bärlauchöl:

Man braucht für dieses Gericht bei weitem nicht das komplette Öl. Ich bewahre es bis zu 2 Wochen im Kühlschrank auf und schüttele es vor Gebrauch immer wieder gründlich. Man kann es zu zahlreichen anderen Speisen, wie z.B. Bratkartoffeln oder aber Pasta mit Tomaten und Mozzarella reichen. Ist jedoch in absehbarere Zeit keine Verwendung ersichtlich, dann filtriere ich es durch ein Küchentuch und hebe lediglich das hellgrüne Flüssiggold in einer dunklen Flasche an einem kühlen Ort auf. Da hält es dann gut ein paar Wochen. (Der Trester wird entsorgt.)

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Katrin Kocht der Blog für Hobbyköche

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